Lebe deine Leidenschaft

Schreiben ist mein Abschalten und Loslassen,

mein Träumen und Abheben.

Der perfekte Ausgleich zu einem durchstrukturierten Alltag. 

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Wie kam es zu "Lorie Mavie"?

Ich weiß noch, dass ich in einem Artikel (ich erinnere mich beim besten Willen nicht mehr daran, in welchem) über den Namen Lorie gestolpert bin. Seit diesem Moment war er irgendwie immer in meinem Kopf. Der Name hat für mich etwas Verspieltes und Verträumtes und beides sind Eigenschaften, die ich auch gerne in meine Geschichten verpacke. Mavie bedeutet Mein Leben (ma vie). Die Kombi war für mich dann irgendwie stimmig. Mittlerweile bin ich auch mehr in den Namen hineingewachsen und es macht super Spaß, da und dort auch als Lorie zu agieren. Da denke ich dann nicht: "Ach Mist, ich muss noch kochen, einkaufen, oder den Abwasch machen", sondern da bin ich dann einfach in meiner Kunstwelt, in der alles auch mal ganz unperfekt
und improvisiert sein darf. 

Was hat dich dazu gebracht, zu schreiben? 

Es gab da diesen einen Moment und da wurde mir klar, genau diese Energie 
wird mich irgendwann durch meinen ersten Roman tragen. Und so war es dann auch. Zehn Jahre später ...

Woher stammen deine Ideen?

Eine der meistgestellten Fragen ist immer: "Gibt es einen Bezug zur Realität?" Die Antwort: "Immer!" Doch nicht die Geschichte selbst entstammt der Realität, sondern die Inspiration dazu. Momente, an die wir uns erinnern. Die Worte einer guten Freundin. Ein Geruch. Der warme Sommerregen auf der Haut. Ein Gefühl, das ein Song auslöst.

Und dann gibt es die Fantasie. Träume und Gedankenspielereien. Möglichkeiten und Ideen.

Und beides zusammen ergibt dann das Ganze. Meine Vision ist nicht, Geschichten, die bereits existieren zu schreiben, sondern Gefühlen, die mich inspirieren, einen Raum zu verschaffen, damit sie selbst Geschichten schreiben können.  

Wie ist das eigentlich so, wenn man Bücher verkaufen möchte?

Also das ist so das Schwierigste. Ich bin da ja total naiv an die Sache rangegangen und wollte einfach nur schreiben und Menschen berühren, weil ich das immer schon gerne tat - durch Worte Gefühle zu transportieren. Aber dann kam eine Hürde nach der anderen und ich weiß nicht mehr, wie oft ich tatsächlich vor Verzweiflung und Erschöpfung einfach nur geheult hatte und das obwohl ich wirklich sehr lange durchhalte. Aber da waren meine Grenzen tatsächlich mehr als einmal überschritten. Ich hab dann versucht, mir kleine Schritte zu setzen. Step by step weiterzugehen und auch ein bisschen von dem ganzen Perfektionismus runterzukommen. 

Ich hatte keinen Bock darauf, Massenbewerbungen an unzählige Verlage zu schicken, daher hatte ich mich im Vorfeld schlau gemacht und mich für einen Wettbewerb, eine Agentur und einen Verlag entschieden. Aus nichts ist etwas geworden und so bin ich dann zum Self Publishing gekommmen.

Ist es so schwer Verlage zu finden?

Definitiv. Ich habe viele Blogs von mittlerweile erfolgreichen Autor_innen im Netz gelesen und alle sagen dasselbe, nämlich, dass es eher die Ausnahme ist, dass man von einem Verlag gleich mit dem ersten Buch unter Vertrag genommen wird. Man soll einfach weiterschreiben, dranbleiben. Und ich bin mittlerweile auch überzeugt davon: Erfolgreich sind die, die nicht aufhören, an ihren Erfolg zu glauben. Und das ist eben ein Weg mit vielen Ups and Downs. Man muss nur einmal öfter aufstehen als stolpern. 

Was sind so deine Tipps, wenn jemand im self publishing veröffentlichen möchte?

Okay, also ganz zuerst: Lasst euch unterstützen. Wenn man alles selbst machen möchte, wird man wahnsinnig vor Arbeit. Layout, Buchsatz, Korrektur, Lektorat, Werbung, Marketing, Visitenkarten, Instagram, Vertrieb, Kooperationen, Lesungen und und und ... vor allem das Korrektorat würde ich nie wieder selbst machen. Ich dachte, ich sterbe und irgendwann konnte ich meine eigene Geschichte nicht mehr sehen.

Und dann würde ich so als Rat noch mitgeben: Bleibt geduldig. Es wird kaum ein Roman von heute auf morgen durch die Decke gehen, wenn man selbst noch keine Reichweite aufgebaut hat, aber das bedeutet nicht, dass dein Roman nicht gefällt. Das zu trennen ist denke ich wichtig, damit man da einfach besteht. Ich bin tatsächlich immer noch weit weg von all dem, was ich mir irgendwann gewünscht habe, aber: Ganz viele, die das Buch gelesen haben, haben mir ein Feedback gegeben, das mich zu Tränen gerührt hat, wirklich. Also, wie heißt es so schön: Hinfallen, Krone richten, aufstehen, weitergehen und man kann nie wissen, was irgendwann entsteht. Ich bin überzeugt davon, wenn man das tut, was man liebt, dann wird aus allem, was man gesät hat, eine tolle bunte Blumenwiese. 

Und dann noch zuletzt: Wo findet man dich und dein Buch?

Also mein Buch heißt "Und plötzlich warst du nah" und das findet man bei diversen Online Buchläden, wie Thalia, Weltbild, aber auch bei Amazon zum Beispiel. Und Lorie Mavie findet man auf Instagram. Da möchte ich aber noch viel mehr machen und vor allem auch, so ein bisschen Erfahrungen auch teilen. Man denkt immer, man weiß ja gar nichts und ist selbst so neu in dem Ganzen, dabei vergisst man, dass jemandem, der jetzt beginnt, vielleicht damit geholfen

wäre, wenn er sich den einen oder anderen Schritt sparen könnte - zum Beispiel auf Druckkostenverlage reinzufallen - ganz miese Sache. 

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